Aus Zürich – aktuelle Neuigkeit: Nur mit Geld und Geduld

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für Zürich interessieren.

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Wer es zum ersten Mal sieht, reibt sich die Augen: Das neuste Preismodell der Fifa ist hochkomplex. Es umfasst zwölf Beträge. Dabei geht es nicht um Tickets für einen WM-Final in Russland. Aus einem Dutzend Preisen auswählen muss, wer ins Weltfussballmuseum in der Enge will. Am Sonntag geht es nach gefühlt zehn Pre-Openings endlich für alle auf.

Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Erlebnis. Wichtig ist einzig, dass sie für den Eintritt zwei gut schweizerische Tugenden mitbringen: Geld und Geduld. Am einfachsten ist es, wenn Sie mindestens 16 Jahre alt sind. Dann zahlen sie 24 Franken und ärgern sich höchstens, dass der reichste Sportverband der Welt die teuersten Museumspreise in Zürich verlangt. (Ausser Sie wollen im Kunsthaus gleichzeitig die Ausstellung und die Sammlung sehen, dann zahlen Sie 25 Franken. Aber das wollen Sie nicht.)

Sie gehen mit Ihrer Familie hin? Die Fifa glaubt, dass Sie aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern zwischen 7 und 15 Jahren besteht. Dann sparen Sie 12 Franken. Sie haben drei Kinder? Seien Sie zufrieden: Sie sparen auch 12 Franken. Haben Sie nur ein Kind? Zahlen Sie die vollen Preise. Nicht aufregen, kleine Kinder und Lehrer sind gratis (wenn sie teure Eltern oder viele Schüler mitbringen). Und eine Gruppe von zehn 16-Jährigen spart zusammen 20 Franken. Das reicht für vier Mineralwasser im Fifa-Bistro. Senioren sollen unter der Woche kommen (wollen sie 5 Franken Rabatt), und Studenten haben 6 Franken Dauerrabatt.

Der Vorteil: Fussballfans kommen so in den Genuss einer starken Meta-Erfahrung: Sie sind Teil des Geschäfts rund um den Ball. Nein, damit sind nicht strukturierte Ticketprodukte oder zweifelhafte Finanzierungsmodelle gemeint, wie sie in der Sportwelt vorkommen können. Es geht um zwei andere Dinge.

Erstens: Regeln und Rechte. Mit dem Eintritt ins Museum akzeptieren Sie die Hausregeln und geben nebenbei weitgehend die Rechte an Ihrem Bild an die Fifa ab. Sie darf alle Aufnahmen von Ihnen verwenden, wie sie will. Unentgeltlich. Schauen Sie in die AGB.

Zweitens: Ohne Geld kein Fussball – oder: kein Museum. Der Bau alleine hat 30 Millionen gekostet. Dutzende Mitarbeiter halten den Betrieb am Laufen. Das ist teuer. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder geraten, budgetiert die Fifa 250’000 Eintritte pro Jahr. Nimmt sie durchschnittlich 20 Franken ein, kommen so immerhin 5 Millionen zusammen. Das reicht aber nirgends hin, um 3000 Quadratmeter Museum an dieser Lage zu finanzieren.

Wenn Sie nicht genug Geld oder Geduld mitbringen: Das Gebäude können Sie auch betreten, ohne in die Tasche zu greifen. Die Bar, das Bistro und die beiden Terrassen liegen vor der Bezahlschranke. Was es Sie kostet: Überwindung, nichts zu konsumieren.

PS: Am 8. März verzichtet die Fifa freiwillig auf einen markanten Teil der Einnahmen. An diesem Datum ist der internationale Tag der Frauen. Weibliche Gäste kommen deshalb umsonst rein. Die Preise im Detail gibts hier.

Der Beitrag Nur mit Geld und Geduld erschien zuerst auf Stadtblog.


Klick HIER: ZUR VOLLSTAENDIGEN EHERINGENEWS Nur mit Geld und Geduld

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Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema Kunst voll und ganz gerecht zu werden.

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