Aus Zürich – aktuelle Neuigkeit: Street-Parade versus Züri-Fäscht

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

Bereits 2013 war das Party-Angebot am Züri Fäscht cooler.

Festwirtschaft am Züri-Fäscht ja, Love-Mobile an der Street-Parade nein.

Wenn er mitspielen würde, dann hätte der Sommer 2016 die besten Voraussetzungen, um als der feierfreudigste in die Stadtzürcher Geschichte einzugehen. Neben vielen kleineren und mittelgrossen Happenings wie dem Stadtsommer Musikfestival, der Manifesta und dem Ironman, den zahlreichen Public Viewings während der Euro 2016 und traditionellen Festivitäten wie dem Sechseläuten und dem Knabenschiessen, fanden bereits diverse Outdoor-Partys statt, die aber meist mehr feucht als fröhlich waren.

Nur auf das Freestyle.ch muss der Eventzürcher auch in diesem Jahr verzichten: Trotz Unterstützung durch Stadtrat Filippo Leutenegger konnte der Freestyle.ch-Geschäftsführer Peter Hürlimann keinen infrastrukturellen Rahmen schaffen, der eine Durchführung des Action-Sport-Events ermöglicht hätte.

Die beiden grössten Events stehen Zürich noch bevor: Das Züri-Fäscht Anfang Juli und die Street-Parade vom 13. August. Die Veranstalter des Züri-Fäscht dürfen auch an ihrer diesjährigen Ausgabe ihres Volksfestes auf den Geschäftssinn von Clubs und Veranstaltern bauen, die sich ansonsten keineswegs ans ganze Volk wenden, also Nachtleben-Institutionen, die nicht zuletzt für eine selektive Türpolitik bekannt sind. Viele dieser Nightlife-Exponenten werden am Züri-Fäscht mit einer eigenen Festwirtschaft präsent und damit integrierter Bestandteil der dreitägigen Millionenparty sein.

Zum einen wäre da das Friedas-Büxe-Label Unfug & Liebe, das während der drei Tage die Schipfe besetzt. Die Labelmacher verzichten auf Konzessionen an das gemischte Züri-Fäscht-Publikum und lassen ein ganzes Heer auflegender Subkulturvertoner antraben. Dasselbe gilt auch für das Hive, das wie am Züri-Fäscht vor drei Jahren mit vielen Residents auf dem Arboretum aufmarschiert. Das Daytime-Erfolgslabel Sanapa (Kaufleuten) geht am Zürichhorn ans Werk, Avalon zieht auf die Blatterwiese, Arosa Electronica in den Rosenhof und die Naturklang Stage (Zwingliplatz) und das Graue Gasse Festival (Niederdorf) des Supermarket Clubs bieten gar Sets von international renommierten Clubmusikanten wie Re.You oder Ion Ludwig.

Diese beileibe nicht vollständige Aufzählung dürfte vor allem bei Street-Parade-Präsident Joel Meier für Stirnrunzeln sorgen, denn er muss an seinem Umzug vom 13. August auf ein Stelldichein von solch namhafter Stadtzürcher Nightlife-Prominenz weitestgehend verzichten. Eine komplette Liste der diesjährigen Love-Mobiles wurde zwar noch nicht kommuniziert, aber die bisher bekannten Lastwagen-Dekorierer zählen nicht eben zum inneren Kreis der Zürcher Nachtmacher: Maxxdrums, Synergy Events oder Hands Up United müssen die meisten wohl erst einmal googlen. Etwas grössere Bekanntheit geniessen nur das Label Abflug Berlin und der D! Club (beide nicht in Zürich beheimatet), der etwas in die Jahre gekommene 2. Akt und die nicht übermässig Clubmusik-affine 0815 Bar.

Die meisten der angesagten Zürcher Clubs und Veranstalter werden das Nichtstellen eines Love-Mobiles abermals damit begründen, dass der Umzug nicht ihrem angestrebten Image entspreche, dass sie «Massenware» sei. Angesichts ihres Grossaufmarschs am von Aldi Suisse mitgesponserten Züri-Fäscht klingt das jedoch reichlich seltsam. Ehrlicher wäre wohl dieses Statement: «Mit einer Festwirtschaft am Züri-Fäscht kann man viel Geld verdienen, und ein Love-Mobile ist höchstens knapp kostendeckend.»

Alex-Flach2-150x150 (1)Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft.

Der Beitrag Street-Parade versus Züri-Fäscht erschien zuerst auf Stadtblog.


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Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

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