Frische Zürcher- Neuigkeit: Wer rechnet, stärkt die AHV

Ein absolut lesenswerter Text zu diesem topaktuellen alle Zürcher betreffenden Thema,

Politblog

Die AHV stellt die Solidarität zwischen den Generationen an die Stelle purer Eigenverantwortung. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

Andri Silberschmidt hat recht. Unser 3-Säulen-Vorsorgesystem ist im 20. Jahrhundert konzipiert worden. Und ja, die Menschen werden älter, und die Babyboomer werden bald pensioniert. Dies ist aber kein Grund zur Panik.

Eigenverantwortung, wie der Jungfreisinn sie propagiert, wird uns jedoch nicht helfen, diese Herausforderung zu meistern. Ein Taschenrechner, eine nüchterne Analyse der Situation und der Mut, über die bürgerliche Schwarzmalerei hinwegzusehen, hingegen schon. Deshalb hier ein paar Zahlen.

AHV ist effizienter als Pensionskassen

Die AHV ist eminent wichtig für die Schweiz. Für zwei Drittel aller Rentner ist sie die Haupteinkommensquelle im Alter. Seit die AHV 1948 eingeführt wurde, wird versucht, sie zu Grabe zu tragen. Unzählige Studien und noch viel mehr bürgerliche Politiker haben ihren Untergang vorausgesagt.

Rund 70 Jahre später steht die AHV immer noch. Obwohl sich die Zahl der Rentner seit 1975 verdoppelt hat. Diesen Erfolg verdankt die AHV ihrem genialen Finanzierungsmodell. So gibt die Altersversicherung einen grossen Teil ihrer Einnahmen direkt in Form von Renten an die Versicherten weiter und muss sie nicht teuer an den unberechenbaren Finanzmärkten anlegen wie die Pensionskassen.

Ebenso alt wie die AHV ist das Schreckgespenst der «Überalterung». Dass es sich mehr um ein Gespenst als um eine reale Herausforderung handelt, beweisen harte Fakten: Im Zeitraum von 1975 bis 2013 ist der Anteil der AHV-Ausgaben an jedem erwirtschafteten Franken in der Schweiz von 5 auf 6 Rappen gestiegen. Also kaum. Dies liegt daran, dass die Anzahl der Beschäftigten und die Löhne im selben Zeitraum zugenommen haben.

Zudem ist die AHV kosteneffizient. Seit 1975 ist der Lohnbeitrag stabil bei 8,4 Prozent geblieben, paritätisch aufgeteilt zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Dank steigenden Löhnen und zunehmender Produktivität konnte die AHV nicht nur auf dem gleichen Niveau bleiben, sondern sogar der Teuerungs- und Lohnentwicklung angepasst werden. Vergleicht man AHV-Renten und private Vorsorge, so fahren Alleinstehende bis zu einem Betrag von 150’000 Franken jährlich besser mit der AHV.

Anders sieht die Situation bei den Pensionskassen aus. Hier werden die Beiträge immer höher und die Renten immer kleiner. Durch die Senkung des Umwandlungssatzes erhalten Versicherte weniger, obwohl sie mehr einzahlen. So betrug die Rente bei einem Sparguthaben von 300’000 Franken im Jahr 2003 1780 Franken. 2013 waren es noch 1585 Franken.

Vernunft statt Panikmache

Für mich ist klar: Wer rechnet, stärkt die AHV. Denn die AHV ist die effizienteste, sicherste und kostengünstigste Altersvorsorge. Trotz klarer Zahlen und Fakten greifen die Bürgerlichen die AHV permanent an. Wieso, ist klar: Die AHV nützt vor allem der Mittelschicht und den Geringverdienenden statt den Spekulanten an den Finanzmärkten.

Um die künftigen Herausforderungen zu meistern, müssen wir das Erfolgsmodell AHV nicht schwächen, sondern stärken. Daher unterstützen wir die AHV-plus-Initiative, die garantiert, dass die Altersvorsorge ihrem Verfassungsauftrag nachkommt: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter in Würde leben können. Die heutigen Renten reichen dafür nicht mehr. Investieren wir in das, was sich bewährt hat.

Wir stellen der Eigenverantwortung die Solidarität zwischen den Generationen entgegen. Dem Profit weniger die Bedürfnisse aller. Den spekulativen Pensionskassen die sichere AHV. Dem Rentenabbau die Stärkung der Altersvorsorge. Der Panikmacherei die Vernunft.

Darum: ein Ja zur AHV. Und ein Ja zur AHV-plus-Initiative.

Der Beitrag Wer rechnet, stärkt die AHV erschien zuerst auf Politblog.


Klick HIER: zum Original Wer rechnet, stärkt die AHV

http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/65695/wer-rechnet-staerkt-die-ahv/Wer rechnet, stärkt die AHV

Der Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

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