Aus Zürich – aktuelle News: Altersvorsorge auf dem Buckel der Jungen

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

Ist ihr Rentenanspruch in Gefahr? Jugendliche an einer Berufsmesse. Foto: Keystone

Wie wird ihre Rente dereinst aussehen? Jugendliche an einer Berufsmesse. Foto: Walter Bieri (Keystone)

Tamara Funiciello feiert in ihrer Kolumne das «geniale Finanzierungsmodell» der AHV. Der Lohnbeitrag sei seit 1975 stabil geblieben. Kein Wort darüber, dass schon immer auch Steuergeld ins System gepumpt werden musste. Das zeigt bereits, dass die AHV kein nachhaltiges Konzept ist. Mehr als ein Viertel der AHV-Ausgaben werden inzwischen durch Steuern gedeckt. Diese Mittel stammen neben Anteilen aus der Mehrwertsteuer sowie Tabak- und Spielbankenabgaben bis zur Hälfte aus den direkten Bundessteuern.

Während sich die Jungsozialisten offenbar primär für die Besitzstandswahrung der Rentnerinnen und Rentner starkmachen, setzen sich die Jungen Grünliberalen dafür ein, dass die Sorgen der Jungen gehört werden. Gemäss einer Umfrage gehen die meisten unter 30-Jährigen davon aus, dass ihre künftige Rente nicht zum Leben reichen wird und dass sie schon gar nicht mit 65 in Rente gehen werden. Trotzdem werden wir Jungen überproportional zur Kasse gebeten: Werden die Lohnbeiträge oder die Mehrwertsteuern erhöht, trifft das unsere Generation nur schon deswegen am härtesten, weil wir diese Abgaben noch am längsten werden berappen müssen. Zudem ist aufgrund der demografischen Entwicklung absehbar, dass die Belastung weiter zunehmen wird, um die Renten und Gesundheitskosten der alternden Gesellschaft zu stemmen.

Doch damit nicht genug: Mit der AHV-plus-Initiative wollen die Gewerkschaften mithilfe der Juso, der SP und der Grünen der jungen Generation sogar noch zusätzliche Schuldenberge aufhalsen.

Schleichende Enteignung der jungen Generation

Kommt hinzu, dass aus den Pensionskassen schrittweise eine zweite AHV gemacht wird. Die Pensionskasse dient eigentlich der persönlichen Vorsorge. Die Höhe der Rente müsste sich nach der Summe der geleisteten und verzinsten Beiträge richten. Weil der Umwandlungssatz per Gesetz viel zu hoch angesetzt ist, werden deutlich zu hohe Renten ausbezahlt. Das bezahlen wir mit unseren Pensionskassenvermögen – im Durchschnitt 1500 Franken pro Jahr und pro Person werden jährlich von Jung nach Alt umverteilt.

Unser heutiges Vorsorgesystem führt alles in allem zu einer schleichenden Enteignung der jungen Generation, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Säule. Das darf so nicht weitergehen.

Den Schwarzen Peter nicht weitergeben

Lösungsansätze gibt es genug. Die logischste Reaktion auf eine steigende Lebenserwartung wäre, einen Teil der gewonnenen Zeit auch zu arbeiten. Die Wirtschaft braucht diese Mitarbeitenden angesichts sinkender Geburtenraten und Fachkräftemangel ohnehin. Wenn sich eine offizielle Anhebung des Rentenalters (noch) nicht durchsetzen lässt, müsste man zumindest die Anreize zu längerem Arbeiten besser setzen: Die automatische Pensionierung mit 65 als Klausel in den Arbeitsverträgen sollte abgeschafft werden. Zudem könnte man Arbeitseinkommen über dem offiziellen Rentenalter von den AHV-Abgaben befreien. Damit würde das Problem der höheren Lohnkosten im Alter entschärft.

Denkbar wäre zudem eine Umstellung der AHV auf ein solidarisch aufgebautes, generationeninternes Umlagesystem, in dem jede Generation gleich viel in die AHV einzahlt, wie sie später bezieht. Das wäre nicht einfach zu realisieren, würde aber endlich verhindern, dass der Schwarze Peter ständig der nächsten Generation weitergegeben wird.

Der Beitrag Altersvorsorge auf dem Buckel der Jungen erschien zuerst auf Politblog.


Klick HIER: zum umfassenden Eheringe Report Altersvorsorge auf dem Buckel der Jungen

http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/65729/altersvorsorge-auf-dem-buckel-der-jungen/Altersvorsorge auf dem Buckel der Jungen

Hoffentlich gibt es bald wieder einen Artikel zu diesem Topic.

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