News aus Zürich: Die Auferstehung des Q

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus Zürich.

Party in einem anderen Leben: Das alte Q

Party in einem anderen Leben: Das alte Q

An der Förrlibuckstrasse ist es ruhig geworden. Vor etwas mehr als zehn Jahren war dies noch die bedeutendste Nightlife-Region der Schweiz mit Clubs wie dem dritten Rohstofflager, der Dachkantine, dem Club Tonimolkerei und dem im Untergeschoss des benachbarten Parkhauses situierten Club Q.

Dann wurde aus der riesigen, ehemaligen Molkerei die ZHdK und als Marion Meier und Martin Frigg vom Rohstofflager 2010 die Segel strichen, wurde aus dem Club Q, einem Mitglied einer Gesellschaft prosperierender Tanzbetriebe, eine isolierte Location. Das Nachtleben pulsierte ab da weiter Richtung Innenstadt, an der Geroldstrasse mit ihren Clubs Hive, Supermarket und Helsinki und mit der Hardbrücke als Grenze gegen das Limmattal – Zürich endet hier.

Dennoch schaffte es der Club Q den Kopf über Wasser zu halten. Jedoch war ein Schwenk von einem urbanen, elektronischen Programm mit Konzerten von Soulwax oder Justice hin zu massentauglichem Open Format nötig: Mit den neuen Rahmenbedingungen musste sich der Club Q um 180 Grad drehen und sich von der Stadt ab- und dem Land im Westen zuwenden.

Dann aber brach ungewöhnlich viel Ungemach über den Club herein. Von der Art her nicht anders als es andere Clubs erdulden müssen, jedoch mit mehr Punkten auf der Richterskala. Dazu kam, dass der Club Q immer im Zentrum des Interesses gestanden ist. Mit seiner Grösse (ca. 1‘500 Gäste finden hier Platz) und seiner Geschichte (vorher waren hier mit dem Ruby und nachher mit dem Matrix bereits Clubs beheimatet) war sein Platz auf der Bühne stets etwas exponierter als jener der anderen Akteure.

Entsprechend faltig war das Stirnrunzeln als bekannt wurde, dass die, nicht gerade als umgänglich und stilsicher bekannten, Betreiber des Luzerner Clubs Opera das Lokal übernehmen und daraus einen Gratiseintritt-Club namens Wow machen – die Förrlibuckstrasse 151 war endgültig nicht mehr Teil der Ausgehagenda Nightlife-affiner Zürcherinnen und Zürcher.

Auch wenn die Kritiker des Wow von dessen Umfeld als hochnäsige Hater abgestempelt wurden, die Leuten von Ausserhalb keine Chance geben: Sie sollten Recht behalten. Nach nicht einmal drei Jahren streicht das Wow die Segel und an seine Stelle tritt nun wieder das Q, samt einem Teil der ehemaligen Betreiberschaft und mit Jens Künnemann als operativem Leiter, der ebenfalls ein Teil der Q-Vergangenheit ist.

Künnemann ist bewusst, dass die Reinkarnation eines so bekannten Clubnamens an der gleichen Adresse ein Risiko ist und er ist dennoch voller Zuversicht: „Q ist ein grosser, bekannter Name und musikalisch werden wir niemanden ausschliessen. Wir spielen ‚Q music‘ und das kann alles bedeuten, Hauptsache es macht Spass und bringt die Leute zum Tanzen. Was das damalige Ungemach anbelangt: Es ist eine Eigenschaft der Menschen, dass sie sich mit der Zeit nur noch an die schönen Dinge erinnern und dass unangenehme Erlebnisse verblassen. Und wir werden alles daran setzen, dass viele neue schöne Q-Erlebnisse dazukommen, an die man sich dereinst erinnern kann“.

Alex-Flach2-150x150 (1)Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft

Der Beitrag Die Auferstehung des Q erschien zuerst auf Stadtblog.


Hier: zum spannenden Eheringe Report Die Auferstehung des Q

http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/08/29/die-auferstehung-des-q/Die Auferstehung des Q

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema Kunst voll und ganz gerecht zu werden.

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