News aus Zürich: Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Überparteiliches Komitee "Nein zum grünen Zwang" an einer Medienkonferenz zur Volksinitiative "Grüne Wirtschaft" (22. August 2016). (Keystone/Peter Schneider)

Überparteiliches Komitee «Nein zum grünen Zwang» an einer Medienkonferenz zur Initiative «Grüne Wirtschaft» (22. August 2016). (Keystone / Peter Schneider)

Mit der Abstimmung über die Initiative «Grüne Wirtschaft» stellt sich folgende Frage an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz: Sind Sie bereit, Ihren Ressourcenverbrauch um 70 Prozent zu reduzieren? Ich freue mich über jede Person, die diese Frage mit Ja beantwortet und dieses Vorhaben eigenverantwortlich umsetzt, denn Konsumverzicht aus eigener Überzeugung ist Vernunft, Konsumverzicht aus staatlichem Zwang ist Einschränkung.

Bei der Abstimmung über die Initiative geht es mehr um grüne Bürger als um eine grüne Wirtschaft, denn das grösste Potenzial zum Ressourcensparen liegt bei der Einschränkung des Konsums, des Wohnens und der Mobilität. Es liegt in der Natur eines freiheitlichen Staates, dass er seine Bürger nur durch massive Preiserhöhungen zu einer Verhaltensänderung zwingen kann. Die heutige Gesellschaft ist jedoch mobil und vernetzt. Einkaufstourismus und Onlinehandel boomen. Eine Annahme der Initiative führt dazu, dass sich der Konsum schlicht ins Ausland verlagert.

Das innovativste Land der Welt

Auf der Suche nach einem Hebel zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs ist es naheliegend, dass versucht wird, diesen bei den Unternehmen anzusetzen. So fühlt sich keine Stimmbürgerin und kein Stimmbürger direkt betroffen. Die Schweizer Wirtschaft gehört jedoch seit Jahren zu den ressourceneffizientesten der Welt. Die Diskussion darüber, ob wir auf der Effizienz- oder Recyclingrangliste einen Platz gewonnen oder verloren haben, ist bedauerlich. Denn einerseits ist es erfreulich, dass auch andere Länder grosse Fortschritte machen, und andererseits setzt es die Anstrengungen der Schweizer Unternehmen herab, die in der teuren Schweiz konstant darum bemüht sind, mit Rohstoffen und Energie sorgfältig umzugehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die gute Nachricht ist, dass wir das innovativste Land der Welt sind. Schweizer Unternehmen investieren jährlich eine Milliarde Franken in die Reduktion unseres CO2-Ausstosses. Die Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2016–2019» des Bundesrates enthält rund 101 Massnahmen, die bereits ergriffen worden sind oder bald umgesetzt werden.

Natürlich braucht es weiterhin Anstrengungen. Doch sind Zwang, neue Steuern und Vorschriften nicht der einzige und meiner Meinung nach auch nicht der richtige Weg. Wir müssen selbst entscheiden, wo jeder Einzelne bereit ist zu sparen und zu verzichten. Ich habe ein anderes Menschenbild als die Grünen. Die Initianten trauen es sich selbst und dem Rest der Bevölkerung nicht zu, dass wir auch freiwillig verzichten können oder uns freiwillig für ein nachhaltiges Produkt entscheiden. Sie trauen ihren eigenen Werten so wenig, dass sie nicht daran glauben, dass andere diese ohne Zwang, Vorschriften und Steuern leben wollen.

Eigenverantwortung statt Bevormundung

Nehmen wir die Initiative «Grüne Wirtschaft» an, wird der Staat darüber entscheiden, wo Sie und ich zu verzichten haben. Er wird entscheiden, welche Produkte um wie viel teurer werden sollen, weil sie nicht den staatlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz entsprechen. Delegieren wir solche Entscheidungen nicht an die Staatsgewalt, sondern nehmen wir mit unseren Kaufentscheiden unsere und die Zukunft unserer Umwelt selbst in die Hand. Ich glaube an Sie, Ihren Willen und Ihre Eigenverantwortung!

Wir brauchen die Initiative «Grüne Wirtschaft» nicht für eine nachhaltige Zukunft!

Der Beitrag Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns erschien zuerst auf Politblog.


Click: ZUM UMFASSENDEN EHERINGEREPORT Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns

http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/66005/die-volksinitiative-gruene-wirtschaft-schwaecht-die-wirtschaft-und-bevormundet-die-bevoelkerung/Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

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