Aus Zürich – aktuelle Neuigkeit: «In» und «Out»

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für Zürich interessieren.

Schaad Märkli bellevue Stehsatz Autor: Thomas Wyss

«Die Generation Z hat realisiert, dass man nur mit Geld weiterkommt.» Dies vermeldete diese Woche der Jugendkulturforscher Bernhard Heinzlmaier. Dass er diese bahnbrechende Erkenntnis, die sich auf das Credit-Suisse-Jugendbarometer abstützt, in einer Gratiszeitung kundtat, war symptomatisch, weil die Generation Z ihre Kohle sicher nicht für Medien verschwendet, die man bezahlen muss. Nöö du, da liegen die Prioritäten aber ganz woanders.

Laut der Studie, bei der über 1000 Jugendliche befragt wurden – sie alle sind nach dem Millennium geboren – stehen vor allem Klamotten, Bling-Bling, Wellness und Kosmetik hoch im Kurs. Und wie der Herr Heinzlmaier auch noch zu berichten wusste, mögen die kleinen Hedonisten auch das Um-die-Welt-Jetten und das Kim-Kardashian-Nacheifern ganz doll. Und in der Freizeit tauschen sie im sozialen Netz Fotos von Luxuskarossen aus. Wie fancy ist das denn. 

Und claro, da wurde dann auch noch die entsprechende «In»- und «Out»-Liste mitgeliefert.

Geil findet die Generation Z:

1. Instagram/Snapachat

2. Netflix/YouTube

3. Gleichzeitig TV schauen und im Internet surfen

4. Zu VIPs gehören

5. Hauseigentum

6. Karriere

7. Viel Geld haben

8. Militär

9. Umweltschutz

10. Fantasie/Kreativität.

11. Teilzeitarbeit/Home Office

12. Job im Bankensektor

13. Gesund leben

 

Ungeil:

1. Mal offline sein

2. TV

3. Festnetztelefon

4. E-Mails

5. SMS

6. Briefe schreiben

7. Facebook

8. Parteien

9. Vereine

10. Inves­titionen in Aktien und Fonds

Ziemlich tricky, das zu interpretieren? Es wirkt, ohne die familiären Hintergründe und den Bildungsstand der Befragten zu kennen, etwas sozial-schizophren. Oder, netter gesagt: Nach einem «Ich wott de Föifer – oder nei, lieber dä Föifliiber – und s Weggli, aber das ohne Gluten!» Krüsimüsi.

Doch ob man das kapiert oder nicht, ob man es nachvollziehen kann oder den Kopf schüttelt, ist letztlich einerlei. Weil es am Ende bei allen Generation stets auf dasselbe rausläuft: auf ein ebenso ultimatives wie unspektakuläres

«In» und «Out», das so zwischen 53 und 60 in Kraft tritt – und alle vorherigen Listen auslöscht. Voilà!

 

«In»:

1. Freunde (reale, nicht ­v­­irtuelle) haben

2. Zeit verplempern

3. Sich irgendwo zu Hause fühlen

4. Ruhig und tief schlafen können

5. Gute von schlechten Weinen unterscheiden können

6. Einen vertrauenswürdigen Hausarzt haben

7. Sich auf Weihnachten im Kreis der Familie freuen

8. Spazieren und wandern

9. Romane zum Genuss lesen

10. Easy auf alle Arten von «News» verzichten können.

 

«Out»:

1. Scheinfreunde (reale und virtuelle) haben

2. Gestresst sein

3. Den Hang (oder gar Drang) zum Berufsjugendlichen verspüren

4. Nach Anerkennung dürsten

5. Hauptsache Wein, Hauptsache viel davon

6. Einen teuren Scheidungsanwalt brauchen

7. Sich über das Unglück anderer freuen

8. Verbissen Sport treiben

9. TV zur Zerstreuung glotzen

10. Ein unkurierbarer Nachrichtenjunkie sein

Möglich, dass das unsere Generation Z jetzt grad ziemlich desillusioniert. Ist aber nicht so schlimm, bis es bei ihr so weit ist, dauert es ja noch ein paar Jahrzehnte.

 

Der Beitrag «In» und «Out» erschien zuerst auf Stadtblog.


Click: ZUM LESENSWERTENEHERINGETIPP «In» und «Out»

http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/10/08/in-und-out/«In» und «Out»

Hoffentlich kommmt bald wieder ein Bericht zu diesem Thema

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