Topaktuelle Zürich – Nachricht: Der gute Beamte

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

Beamte, die nicht so gern gesehen werden wie andere.

Beamte, die nicht so gern gesehen werden wie andere.

Der Beamte und der Nachtlebenschaffende sind natürliche Feinde. Der Beamte fällt in der Manier des Ameisenbärs über die prosperierende Ameisenkolonie her, in der Absicht gierig die hilf- und wehrlosen Ameisen restlos zu verputzen. So zumindest lautet die landläufige Nachtleben-Sicht. Der Beamte selbst dürfte seine Rolle mehr wie jene des Mäusebussards interpretieren, der mit scharfem Blick dafür sorgt, dass die Mäusepopulation nicht Dimensionen annimmt, die das natürliche Gleichgewicht aus den Angeln heben.

Für die Mäuse ist das selbstverständlich nicht immer angenehm und dass gleich diverse Bussarde über ihrem Feld kreisen macht ihre Lage auch nicht komfortabler. Zum einen wäre da die eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) in Bern mit dem Auftrag dafür zu sorgen, dass die Schweiz kein Land von Trinkern wird: Sie ist zuständig für den Vollzug der schweizerischen Alkoholgesetzgebung.

Diese Zuständigkeit umfasst auch die stete Kontrolle der Bars und Clubs deren Kreativität bezüglich des Lockens mit dem Geist in der Flasche keine Grenzen kennt. Foifliiberabig? Verboten. Happy Hour? Verboten. Welcome Drink? Verboten. Zumindest wenn dieser Drink gebrannte Wasser (Schnäppse) enthält. In ebendiese Falle tapsen Wochenende für Wochenende unzählige Veranstalter, weil sie nicht wissen, dass sie ihre Gäste zwar mit einem Likör, einem Bier oder einem Glas Wein begrüssen dürfen, aber nicht mit einem Vodka-Shot.

Dann gibt es da noch die gute, alte Zürcher Gewerbepolizei, in den Augen der urbanen Ausgeher und Ausgeherinnen nicht gerade ein Quell der reinen Lebensfreude. Unter ihrem Dach wohnt auch die Fachgruppe Lärmbekämpfung, die sich insbesondere im Sommer beliebt macht, weil sie jeden am Schlafittchen packt, der draussen ein paar Boxen samt Verstärker aufstellen und zum Tanz laden möchte.

Dann wären da natürlich auch noch die bösen Drogenfahnder, die entweder in kleinen, zivil gekleideten Trupps durch die Clubs streifen und kleine, unschuldige Drogendealer hetzen oder die dann und wann wie die Horden des Immortan Joe in Mad Max Fury Road vor einem Club auffahren um jeden und jede darin einer Leibesvisitation zu unterziehen.

Da ist jedoch eine Behörde, die selbst bei den Clubbesitzern hohes Ansehen geniesst und bei deren Wirken keinem die Worte «unverhältnismässig» oder gar «unnütz» einfallen und das ist die Feuerpolizei. Sie stellt sicher, dass die Bars und Clubs und Veranstaltungsorte brandsicher sind und über genügend Notausgänge und Fluchtwege verfügen und ist damit für die Sicherheit der Clubgäste verantwortlich.

Jeder mag sich an die Club-Brände in Santa Maria und in Bukarest mit hunderten Toten erinnern und allen stecken noch die Bilder der Loveparade 2010 mit 21 Toten und 500 Verletzten in den Knochen. Da stellt sich ganz aktuell natürlich die Frage, wie es die Partyveranstalter auf dem besetzten Koch-Areal mit der Sicherheit halten. An einem Ort, den die Feuerpolizei kaum überprüft hat. Tatsache ist, dass es manchmal auch hier in der Schweiz brennt.

Alex-Flach2-150x150 (1)Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft.

Der Beitrag Der gute Beamte erschien zuerst auf Stadtblog.


Hier: ZUM SPANNENDEN BERICHT Der gute Beamte

http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/10/10/der-gute-beamte/Der gute Beamte

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema Kunst voll und ganz gerecht zu werden.

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