Aus Zürich- aktuelle Meldung: Klassenkampf? Wir brauchen eine Revolution der Vernunft

Dieser Bericht bringt es präzis auf den Punkt!

Linkspopulist im Ständerat: SP-Präsident Christian Levrat während einer Debatte im Juni 2016. Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Linkspopulist im Ständerat: SP-Präsident Christian Levrat während einer Debatte im Juni 2016. Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Die Wahl von Donald Trump hat weltweit viele Menschen überrascht, schockiert, gelähmt – hoffentlich aber auch wachgerüttelt. Mit dem Erfolg an den amerikanischen Präsidentschaftswahlen hat der Populismus einen neuen Höhepunkt erreicht, obwohl er überhaupt kein neues Phänomen ist. In Europa – und auch in der Schweiz – ist seit längerer Zeit ein steigender Erfolg populistischer Isolationisten festzustellen.

Nun hat SP-Präsident Christian Levrat seine Lösung verkündet: Aufruf zum Klassenkampf! Das ist kein bisschen weniger populistisch als das, was er bekämpfen will. Wenn Linkspopulismus die Antwort auf Rechtspopulismus ist, dann gewinnt am Schluss der Populismus. Was wir dringend brauchen, ist eine Revolution der Vernunft.

Ängste schüren statt Probleme lösen

Dafür muss schleunigst das Märchen widerlegt werden, dass Populisten nahe am Volk seien und dessen Sorgen ernst nähmen. Das Erfolgsrezept der Populisten basiert auf dem Gegenteil: Missbrauche die Sorgen der Menschen und schüre zusätzliche Ängste. Und wer für das Schüren dieser Ängste mit Erfolg belohnt wird, dürfte kein ernsthaftes Interesse daran haben, die entsprechenden Probleme zu lösen. Gelöste Probleme können nicht mehr bewirtschaftet werden. Und wer will schon darauf verzichten, wenn ausgerechnet dies sein Erfolgsrezept ist?

Neuerdings bringt man ja sogar Verständnis dafür auf, dass in Wahlkämpfen systematisch gelogen wird. Es sei halt Wahlkampf mit spezifischen Gesetzmässigkeiten, wo offenbar der Zweck die Mittel heiligt – also auch die Lügen. Solche Rechtfertigungen stammen übrigens genau von denjenigen Populisten, die angeblich mehr Volksnähe haben als die sogenannte «Classe politique». Solchen Unsinn liest man inzwischen fast täglich und irgendwann glauben alle, es sei wirklich so. Dabei müssen sich in der Schweiz sämtliche Volksvertreterinnen und Volksvertreter alle vier Jahre einer direktdemokratischen Wiederwahl stellen. Mit einem solchen System ist eine «Classe politique» mit mangelnder Volksnähe schlichtweg nicht möglich.

Je mehr Mitläufer, desto grösser der Schaden

Das mediale Spektakel um populistische Aussagen – von rechts und links – macht den Populismus omnipräsent. Es ist keine Kunst zu lärmen. Und wer Lärm macht, verschafft sich Gehör. Dabei werden immer wieder laute Forderungen mit machbaren Lösungen verwechselt. Das Gespür für die schweigende Mehrheit geht verloren. Sachlichkeit, Lösungsorientierung und Kompromissfähigkeit – sofern sie denn überhaupt mediale Resonanz finden – werden als Zeichen von Schwäche und Harmlosigkeit hingestellt. Doch exakt auf diesem Fundament wurde unser Staat gebaut und unser Wohlstand entwickelt. Und exakt dieses Fundament ist die Zielscheibe populistischer Schreihälse. Je mehr Mitläufer dieser Populismus erreicht, desto grösser wird sein Schaden sein.

Die Revolution der Vernunft braucht deshalb eine Rückbesinnung auf die bewährten Werte und Erfolgsrezepte der verantwortungsvollen Schweiz. Dazu muss die schweigende Mehrheit ihr Schweigen brechen.

Der Beitrag Klassenkampf? Wir brauchen eine Revolution der Vernunft erschien zuerst auf Politblog.


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http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/66501/klassenkampf-wir-brauchen-eine-revolution-der-vernunft/Klassenkampf? Wir brauchen eine Revolution der Vernunft

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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