Topaktuelle Zürich – Nachricht: Der Atomausstieg verträgt kein Chaos

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Ich stehe voll und ganz hinter der Energiewende und mache mich für den Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie stark. Dieser Ausstieg ist beschlossen und richtig. Am 27. November wird aber nicht darüber abgestimmt, ob, sondern wie wir aussteigen wollen. Im Parlament setzte ich mich für die Energiestrategie 2050 als Gegenvorschlag zur Ausstiegsinitiative und als richtigen Weg für den geordneten Ausstieg ein.

Mit der Annahme der Ausstiegsinitiative müssten drei der fünf Atomkraftwerke bereits 2017 abgeschaltet werden. Somit fällt bereits nächstes Jahr der jährliche Verbrauch des Kantons Zürich weg. Bis 2029 müssten dann gar knapp 40 Prozent des heutigen Strombedarfs in der Schweiz ersetzt werden. Die sofort wegfallende Energie kann trotz aller Förderung unmöglich inländisch und nachhaltig ersetzt werden. Die Folge wäre ein schneller Anstieg des Imports von Kohlestrom aus Deutschland und Atomstrom aus Frankreich – insbesondere in den Wintermonaten. Der stark ansteigende Stromimport würde die Schweizer Netze – Stromleitungen, Verteiler usw. – unnötig unter Druck und die Netzstabilität langfristig aufs Spiel setzen.

Realistischer Fahrplan für die Energiewende

Die Energiestrategie setzt im Gegensatz zur Initiative auf einen realistischen Fahrplan. Denn die Energiewende braucht Zeit. Die Energiestrategie setzt auf die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung von erneuerbaren Energien und die Senkung des Energieverbrauchs – und verhindert damit den Import ausländischen Dreckstroms. Mit den Massnahmen der Energiestrategie werden die nötigen Investitionen in das Stromnetz gemacht und damit dessen Stabilität garantiert. Die Energiestrategie sieht einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie vor. Somit können sich die Wirtschaft und die Energieversorger darauf vorbereiten und garantieren, dass die wegfallende Energie nachhaltig ersetzt wird.

Die Energiestrategie 2050 verbietet den Bau neuer Kernkraftwerke (KKW). Das garantiert den Ausstieg aus der Atomenergie und macht die vorliegende Initiative unnötig. Die Energiestrategie sieht auch vor, dass die bestehenden KKW nicht aufgrund politisch festgelegter Laufzeiten stillgelegt werden, sondern dann, wenn sie die sicherheitstechnischen Vorgaben nicht mehr erfüllen. Die Schweizer KKW gehören zu den sichersten der Welt und unterstehen strikten Sicherheitsvorschriften. Sie müssen kontinuierlich nachgerüstet werden und den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Dieses Konzept führt zu mehr Sicherheit als die fixen Laufzeiten der Initiative, welche zu einem «Ausfahren» der KKW führen können. Dass derzeit einige Kraftwerke auf Geheiss der Behörde vom Netz sind, zeigt, dass die Sicherheitskontrollen funktionieren.

Sauberer Strom aus der Schweiz

Eine überstürzte Schliessung der Kernkraftwerke würde die Schweiz dazu zwingen, Elektrizität zu importieren. Diese importierte Energie stammt dann aber keineswegs aus erneuerbaren Quellen, sondern oft aus Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken. Ein aufgezwungener Ausstiegszeitpunkt hätte somit auch negative ökologische Folgen. Die Energiestrategie 2050 geht hier den richtigen Weg und fördert die inländische, saubere Stromproduktion aus Wasserkraft und neuen erneuerbaren Energiequellen. Langfristig kann somit aus der Atomenergie ausgestiegen werden, ohne klimaschädliche Stromimporte.

Wer einen geordneten Atomausstieg möchte, stimmt am 27. November Nein zur Ausstiegsinitiative und unterstützt die Energiestrategie 2050.

Der Beitrag Der Atomausstieg verträgt kein Chaos erschien zuerst auf Politblog.


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Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

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