Aus Zürich – aktuelle Neuigkeit: Fünf Festnahmen nach Auseinandersetzung

Topaktueller Text zu einer Zürcher Frage der heutigen Zeit.

In der Nacht auf Samstag, 12. November 2016, kam es beim Idaplatz im Kreis 3 zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten. Dabei wurden drei Männer verletzt. Die Stadtpolizei Zürich verhaftete fünf Personen.


Click: ZUM GUT GELUNGENEN EHERINGEBERICHT Fünf Festnahmen nach Auseinandersetzung

https://www.stadt-zuerich.ch/content/pd/de/index/stadtpolizei_zuerich/medien/medienmitteilungen/2016/november/fuenf-festnahmen-nach-auseinandersetzung-.htmlFünf Festnahmen nach Auseinandersetzung

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

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Nachricht aus Zürich: Die Sonne schaffts!

Ein lesenswerter Bericht zu Zürich.

Seit 2014 verbrauchen wir selber produzierten Solarstrom: Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissporarena in Luzern. Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Seit 2014 verbrauchen wir selber produzierten Solarstrom: Montage einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Swissporarena in Luzern. Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Exkurs: In seinem Beitrag bezeichnet Herr Weiersmüller Komponenten zur Herstellung von Strom durch die Sonne als Kollektoren. Unter dem Überbegriff «Solaranlagen» werden zweierlei Arten der Energiegewinnung aufgeführt: einmal die Solarkollektoren, welche die Infrarotstrahlen der Sonne in Wärme umwandeln und Wasser aufheizen (analog zum schwarzen Gartenschlauch im Garten), und einmal Solarmodule, die aus den Photonen der Sonne Strom in den Fotovoltaik-Zellen produzieren.

Die Schweiz verfügt über ein Potenzial an Dachflächen von über 400 km2, konservative Schätzungen attestieren einem guten Viertel davon, also über 100 km2, eine gute bis sehr gute Basis für Fotovoltaik-Anlagen. Das Potenzial für die Stromerzeugung liegt mit dieser Fläche bei einem Jahresertrag von 16 Terrawattstunden Strom oder 27 Prozent des landesweiten Stromverbrauchs.

Stromspeichern wird alltäglich

Solarstrom lässt sich nicht speichern, diese Aussage ist richtig. Auch Strom aus Atom- oder Wasserkraftwerken lässt sich nicht speichern; somit ist obige Aussage unerheblich, da die Speicherung von Pumpspeicherwerken übernommen wurde und weiter wird. Diese werden in Zukunft Unterstützung erhalten, durch bidirektional ladbare Elektrofahrzeuge und durch Batterieeinheiten in Fabriken und Wohnhäusern. Stromspeichern wird alltäglich, wie mit dem Smartphone telefonieren.

Seit 2014 kann selber produzierter Solarstrom auch selber verbraucht werden.

Im Zusammenhang mit dem Eigenverbrauch des Solarstroms erscheinen auch die Fassaden der Häuser als höchst interessante Basis für die Installation von Fotovoltaik-Anlagen. Der Eigenverbrauch von Solarstrom entlastet das Niederspannungsnetz, die Verteilungsnetze müssen nicht ausgebaut werden. Smart-Grid-Steuerungen ermöglichen in Zukunft ein Last- und Speichermanagement, bei dem die Kilowattstunde Strom die bestmögliche Effizienz erzielen kann. Der Eigenverbrauch von selber produziertem Strom hat noch eine weitere positive Auswirkung auf den Stromverbrauch: Es werden keine kWh durch den Transport über weite Strecken vernichtet. Im letzten Jahr betrugen die Transport- und Verteilverluste im Schweizer Stromnetz 4,4 TWh; das ist mehr, als das Atomkraftwerk Mühleberg produziert.

Das Unwort «Stromlücke»

Atomstrom ist marginal versichert, da die grossen Versicherungsinstitute solche Bauwerke nicht in das Portfolio aufnehmen wollen – zu gross wäre das Risiko im Schadenfall. Es wird keine Haftung übernommen. Das Mittelland wäre nicht evakuierbar. Die Rückversicherer ihrerseits als Backup der traditionellen Versicherer wollen solche unkalkulierbaren Risiken ebenfalls nicht übernehmen, für kein Geld dieser Welt.

Was sagt uns dieses Verhalten von hochprofessionellen Versicherungsinstituten, die Gefahren und Gewinnchancen mit grosser Treffsicherheit abschätzen können? Finger weg von einer Technologie, die uns im Schadenfall zu reinen Statisten degradiert. Als Rechtfertigung für den Atomstrom haben die Befürworter das Unwort «Stromlücke» ins Leben gerufen. Kein Mensch wünscht sich Lücken, auch keine in der Energieversorgung. Nun haben Abschaltungen von Schweizer Kraftwerken wegen dringend nötiger Reparaturen zu keinem Blackout geführt, ebenso hat die Stilllegung von neun AKW in Deutschland kein Chaos verursacht, da der Ausfall durch Wind- und Solarenergie mehr als wettgemacht wird. Ist die Stromlücke am Schluss nur ein zahnloser Tiger?

Für 12 Milliarden Franken pro Jahr kauft die Schweiz Energie im Ausland ein. Einmal ausgegeben, ist das Geld weg. Lassen wir das Geld in der Schweiz arbeiten. Erneuerbare Energien bieten Wertschöpfung für Hunderte KMU, schaffen Tausende von Arbeitsplätzen und machen uns vom Ausland unabhängig, und dies in vielfacher Hinsicht nachhaltig.

Der Beitrag Die Sonne schaffts! erschien zuerst auf Politblog.


Hier: zum ganzen Eheringe Report Die Sonne schaffts!

http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/66543/die-sonne-schaffts/Die Sonne schaffts!

Wir sind schon sehr auf den nächsten Artikel zu diesem Thema gespannt!

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Topaktuelle Zürich – Nachricht: Drogen, Neid und Nachtgeflüster

Lesenswerter Artikel über ein interessantes Zürcher Thema.

Ein Leben zwischen Neid und Abstuirz: Benjamin von Stuckrad-Barre

Vier Jahre Zürcher Nachtleben in extremis: Benjamin von Stuckrad-Barre.

Benjamin von Stuckrad-Barre hat vorgestern Samstag im Zürcher Schauspielhaus aus seinem neuen Buch «Panikherz», in dem er auch seine vier, von Drogen, Ausschweifungen und Nightlife geprägten, Zürcher Jahre aufarbeitet vorgelesen. (Interview hier)

Jede Leseratte, die sich 1998 im Zürcher Nachtleben bewegte, hat Benjamin von Stuckrad-Barres Buch «Soloalbum» gelesen: Hier schreibt einer von uns, einer der weiss, was uns tatsächlich umtreibt. Soloalbum war damals der eine Roman der das Leben all jener auf den Punkt brachte, die sich damals die Nächte unter einer Discokugel um die Ohren geschlagen haben.

Als Stuckrad-Barre vier Jahr später nach Zürich zog, war er ein Star – und zwar einer mit einem ausgeprägten Faible für das Partyleben und all seine Begleiterscheinungen. Die Szene hat ihn umgehend vereinnahmt, ihre extrovertiertesten Anführer haben sich um ihn geschart und Stuckrad-Barres Exzesse wurden zum ersten Gesprächsthema an Bars und vor Clubs.

Wie oft kommt es denn vor, dass eine internationale Berühmtheit nach Zürich zieht und sich dann auch noch mit Schwung ins hiesige Nachtleben stürzt? Klar, Tina Turner ist in den 90er Jahren hierhergezogen, aber sie war damals schon weit über 50 und ihre Nightlife-Affinität hat sich auf gelegentliche Besuche des Kaufleutens und da vor allem des Restaurants beschränkt.

Stuckrad-Barre war bei seinem Umzug nach Zürich 2002 noch nicht einmal 30 Jahre alt und ein reinrassiger Partylöwe, der scheinbar keine Grenzen oder Tabus kennt: Schnell rankten sich die fantastischsten Anekdoten um ihn, die man sich entweder unter Gelächter oder mit abschätziger Missgunst erzählte, je nachdem ob man sich zu Stuckrad-Barres Entourage zählen durfte oder nicht.

Obschon sein Dunstkreis bereits nach kurzer Zeit beachtliche Dimensionen angenommen hatte, so war die Zahl jener die keinen Zugang zu ihm fanden dennoch stets viel grösser und die der Neid-geschwängerten Gehässigkeiten in den Geschichten über ihn damit ebenfalls. Man kannte ihn zwar nicht, mochte ihn aber noch weniger.

«Die Stadt und ihre Bewohner wissen sehr genau um ihre Vorteile gegenüber der Restwelt und sind ebenso gut informiert über ihre Schwächen. Eine interessante Mischung aus Minderwertigkeitskomplex und gleichzeitiger Überheblichkeit».

Mit diesen Sätzen, die Stuckrad-Barre Cherix ins Notizbuch diktiert, bringt er auch die sich aus ihnen erschliessende und fürs Zürcher Nachtleben prägende Neid-Unkultur in dessen Kastensystem auf den Punkt: «Zählst du nicht zu den Meinen und stehst in der Hackordnung unter mir, dann ignoriere ich dich. Zählst du nicht zu den Meinen und stehst über mir, dann verfolge ich jeden deiner Schritte und versuche dir wenn immer möglich ein Bein zu stellen».

Man braucht nicht wie Stuckrad-Barre nach Deutschland zu ziehen, um dieses Dauer-Hickhack Zürcher Prägung aus der Ferne mit einem Lächeln goutieren zu können: Seine Funktionalitäten zu durchschauen und eine gesunde Portion Gelassenheit reichen vollkommen.

alex-flach2-150x150-1-1Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft.

 

Der Beitrag Drogen, Neid und Nachtgeflüster erschien zuerst auf Stadtblog.


Click: ZUR UMFASSENDEN QUELLE DES TEXTES Drogen, Neid und Nachtgeflüster

http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/11/21/drogen-neid-und-nachtgefluester/Drogen, Neid und Nachtgeflüster

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

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Nachricht aus Zürich: Marx vs Samichlaus

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus Zürich.

Mit Bart und ziemlich rot: Samichlaus und Marx

Mit Bart und ziemlich rot: Samichlaus und Marx.

Als bekannter, linksgrün-versiffter Atheist sollte ich jetzt, da die Adventszeit vor der Tür steht, dauerempört sein. Mit moralischem Zeigefinger könnte ich über die unaussprechliche Kommerzialisierung eines eh schon unzeitgemässen, irrationalen, religiösen Festes lamentieren. «Oh weh», müsste ich jammern, «schon seit Oktober Weihnachtsdekoration im Blablabla!  Es geht nur ums Geld! Überall nur Gier und Kommerz!»

Stattdessen freue ich mich auf die Weihnachtszeit. Ihr wisst schon, Kerzen und Tee und Guetzli und so. Während Weihnachten in meiner Kindheit  eine eher deprimierende Angelegenheit war, in der sich die Familie mehr oder weniger alkoholisiert die Zeit nahm,  übers Jahr angesammelten Sticheleien und Gehässigkeiten genüsslich über die Punch-Tassen in die geröteten Gesichter der Sippe zu blasen. Natürlich bis irgendwer schrie oder weinte und die Kinder einpackte, um daheim weiter zu feiern.

Seit ich erwachsen bin – also seit ungefähr vier Jahren – liebe ich die Weihnachtszeit. Ich hab meinen eigenen Baum, lade nur Menschen ein, die ich mag und hab dabei offenes Feuer im Kamin. Die Adventsfilme, der Tee und Zimt und der ganze Kitsch. Super. Es gibt nichts Gemütlicheres.

Und die ganze Religion? Als Atheist?

Nun, ich hab keine Probleme mit der Figur des Jesus. Soweit ich seine Geschichte verstehe, war er ein linksalternativer Hippie, der sich gegen Konventionen auflehnte und lieber mit Pennern und Gaunern rumhing, als sich mit der Schickeria und dem Establishment abzugeben. Er wusch einer Prostituierten die Füsse und verbrachte seine Zeit in einer Gruppe von Jungesellen,  (Obacht, Evangelikale!) die alle keine Freundin vorweisen konnten.  Sicher war er Sozialist, wie seine Aktion gegen die neoliberalen Geldwechsler im Tempel ahnen lässt.

Er predigte Vergebung statt Rache, war also eher Pro-Kuscheljustiz, und teilte seine paar Brötchen und Fische mit Leuten, die Hunger hatten. Seine Eltern waren Flüchtlinge mit Migrationshintergrund und man könnte ihn wohl einer Patchwork-Family zuordnen. Vaterschaft und so.

Dass er wie alle grossen Persönlichkeiten eine narzisstische Störung hatte und sich in seinem Messiaskomplex für Gottes Sohn hielt, ist verzeihlich. Wir haben alle unsere kleinen Schwächen. Nein, mit Jesus hab ich kein Problem.

Und all der Kommerz?

Ich bin nicht wirtschaftsfeindlich. Ich liebe es, einmal im Jahr all meine Bekannten zu unterstützen, die in ihrem kreativen Wahn irgendeine Boutique eröffnet haben. Ich poschte dort überteuerte Weihnachtsgeschenke, mit deren Ertrag sie wieder bis Mitte Januar ihr Hipsterleben leben können. Eine gestrickte Designermütze eines Ortsansässigen da, ein selbstgetöpfertes Irgendwas eines Kunsti-Absolventen hier, begleitet von fussgemalten Karten glücklicher, aus dem Regenwald geretteter Schimpansen. Dazu die Spendenquittungen von allen genehmen Hilfsorganisationen. Ja, die Weihnachtszeit macht einen Gutmenschen wie mich glücklich.

Ich bin jetzt sogar Teil des Systems. Während meine alten Genossen bei einem Bärtigen mit Hang zu Rot wohl eher an Marx denken, werde ich daran erinnert, dass ich dieses Jahr der Samichlaus in meiner Gemeinde bin. Nicht dass ich mit dieser patriarchalen, autoritären Figur etwas anfangen könnte. Dazu erinnere ich mich viel zu gut an die Ängste, die ich ausstehen musste, wenn der alte Knacker wieder fällig war. Ich bewaffnete mich mit meinem Sackmesser, um mich im aus dem Sack schneiden zu können, falls er mich mitnähme.

Aber man muss das System von innen her unterwandern. Und so werde ich zu den Kindern wohl viele Sachen sagen, über die die Eltern vielleicht etwas konsterniert sein werden.

Ausserdem kann ich so etwas Medienkompetenz vermitteln. Wenn mich die Kleinen fragen, woher ich soviel über sie wisse, kann ich einfach antworten: «Von der NSA, Whatsapp, Google und Facebook». Die werden sich dann in Zukunft hüten, irgendwelche vertraulichen Sachen online zu stellen.

Hach, Weihnachtszeit. Ich freu mich!

Der Beitrag Marx vs Samichlaus erschien zuerst auf Stadtblog.


Klick HIER: ZUM LESENSWERTEN ORIGINALARTIKEL Marx vs Samichlaus

http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/11/21/marx-vs-samichlaus/Marx vs Samichlaus

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

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Nachricht aus Zürich: Autolenker verursacht mehrere Verkehrsunfälle – Zeugenaufruf

Ein lesenswerter Bericht für alle Zürich-Interessierten.

Am Samstagnachmittag, 12. November 2016, fuhr ein Mann mit übersetzter Geschwindigkeit durch die Stadtkreise 6 und 11 und verursachte mindestens fünf Unfälle. Der mutmassliche Lenker konnte wenig später durch die Stadtpolizei Zürich in Glattbrugg verhaftet werden. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.


Klick HIER: ZUM UMFASSENDEN EHERINGE-ARTIKEL Autolenker verursacht mehrere Verkehrsunfälle – Zeugenaufruf

https://www.stadt-zuerich.ch/content/pd/de/index/stadtpolizei_zuerich/medien/medienmitteilungen/2016/november/autolenker-verursacht-mehrere-verkehrsunfaelle–zeugenaufruf.htmlAutolenker verursacht mehrere Verkehrsunfälle – Zeugenaufruf

Der Autor hat mit diesem Artikel gute Arbeit geleistet!

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Frische Zürcher- Neuigkeit: Gefährliche Waffen-Attrappe im Parkhaus

Ein lesenswerter Artikel zum Thema “Zürich”

In der Nacht auf Sonntag, 20. November 2016, alarmierte ein Jugendlicher im Kreis 11 die Stadtpolizei, weil er von einem Mann mit einer Waffe bedroht worden war. Bei der Kontrolle durch Polizisten stellte sich heraus, dass es sich um eine Attrappe handelte.


Hier: ZUR LESENSWERTEN EHERINGENEWS Gefährliche Waffen-Attrappe im Parkhaus

https://www.stadt-zuerich.ch/content/pd/de/index/stadtpolizei_zuerich/medien/medienmitteilungen/2016/november/gefaehrliche-waffen-attrappe-im-parkhaus-.htmlGefährliche Waffen-Attrappe im Parkhaus

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

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Topaktuelle Zürich – Nachricht: Der Atomausstieg verträgt kein Chaos

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Ich stehe voll und ganz hinter der Energiewende und mache mich für den Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie stark. Dieser Ausstieg ist beschlossen und richtig. Am 27. November wird aber nicht darüber abgestimmt, ob, sondern wie wir aussteigen wollen. Im Parlament setzte ich mich für die Energiestrategie 2050 als Gegenvorschlag zur Ausstiegsinitiative und als richtigen Weg für den geordneten Ausstieg ein.

Mit der Annahme der Ausstiegsinitiative müssten drei der fünf Atomkraftwerke bereits 2017 abgeschaltet werden. Somit fällt bereits nächstes Jahr der jährliche Verbrauch des Kantons Zürich weg. Bis 2029 müssten dann gar knapp 40 Prozent des heutigen Strombedarfs in der Schweiz ersetzt werden. Die sofort wegfallende Energie kann trotz aller Förderung unmöglich inländisch und nachhaltig ersetzt werden. Die Folge wäre ein schneller Anstieg des Imports von Kohlestrom aus Deutschland und Atomstrom aus Frankreich – insbesondere in den Wintermonaten. Der stark ansteigende Stromimport würde die Schweizer Netze – Stromleitungen, Verteiler usw. – unnötig unter Druck und die Netzstabilität langfristig aufs Spiel setzen.

Realistischer Fahrplan für die Energiewende

Die Energiestrategie setzt im Gegensatz zur Initiative auf einen realistischen Fahrplan. Denn die Energiewende braucht Zeit. Die Energiestrategie setzt auf die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung von erneuerbaren Energien und die Senkung des Energieverbrauchs – und verhindert damit den Import ausländischen Dreckstroms. Mit den Massnahmen der Energiestrategie werden die nötigen Investitionen in das Stromnetz gemacht und damit dessen Stabilität garantiert. Die Energiestrategie sieht einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie vor. Somit können sich die Wirtschaft und die Energieversorger darauf vorbereiten und garantieren, dass die wegfallende Energie nachhaltig ersetzt wird.

Die Energiestrategie 2050 verbietet den Bau neuer Kernkraftwerke (KKW). Das garantiert den Ausstieg aus der Atomenergie und macht die vorliegende Initiative unnötig. Die Energiestrategie sieht auch vor, dass die bestehenden KKW nicht aufgrund politisch festgelegter Laufzeiten stillgelegt werden, sondern dann, wenn sie die sicherheitstechnischen Vorgaben nicht mehr erfüllen. Die Schweizer KKW gehören zu den sichersten der Welt und unterstehen strikten Sicherheitsvorschriften. Sie müssen kontinuierlich nachgerüstet werden und den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Dieses Konzept führt zu mehr Sicherheit als die fixen Laufzeiten der Initiative, welche zu einem «Ausfahren» der KKW führen können. Dass derzeit einige Kraftwerke auf Geheiss der Behörde vom Netz sind, zeigt, dass die Sicherheitskontrollen funktionieren.

Sauberer Strom aus der Schweiz

Eine überstürzte Schliessung der Kernkraftwerke würde die Schweiz dazu zwingen, Elektrizität zu importieren. Diese importierte Energie stammt dann aber keineswegs aus erneuerbaren Quellen, sondern oft aus Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken. Ein aufgezwungener Ausstiegszeitpunkt hätte somit auch negative ökologische Folgen. Die Energiestrategie 2050 geht hier den richtigen Weg und fördert die inländische, saubere Stromproduktion aus Wasserkraft und neuen erneuerbaren Energiequellen. Langfristig kann somit aus der Atomenergie ausgestiegen werden, ohne klimaschädliche Stromimporte.

Wer einen geordneten Atomausstieg möchte, stimmt am 27. November Nein zur Ausstiegsinitiative und unterstützt die Energiestrategie 2050.

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http://blog.tagesanzeiger.ch/politblog/index.php/66528/der-atomausstieg-vertraegt-kein-chaos/Der Atomausstieg verträgt kein Chaos

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